Zur Debatte gestellt: Meinungen und Kontroverses -

Spitzer Gegenstand? - Gewalt in Freiberg

Kommentar von Jens Uhlemann

Blick auf Mahnwache © Jens Uhlemann 2026

Mahnwache auf dem Obermarkt

Gab es das schon immer in Freiberg? Oder ist das importierte Messerkriminalität? Die Ermittlungen der Kriminalpolizei werden es hoffentlich aufklären.

In der ehemaligen „Partymeile“, der Meißner Gasse in Freiberg, kam es laut Polizeibericht am 1. August gegen 3 Uhr zu einer Auseinandersetzung, bei der ein 18-Jähriger Verletzungen erlitt, die ihm mit einem spitzen Gegenstand zugefügt wurden. Wie bekannt wurde, liegt der verletzte junge Mann auf der ITS im künstlichen Koma. Von dieser Stelle aus wünsche ich ihm baldige und vollständige Genesung. Möge er wieder ein unbeschwertes Leben führen können.

War es ein Messer? Wenn ja, stellt sich die Frage: Wer hat zugestochen und warum? Offiziell ist dazu momentan noch nichts bekannt. Die Ermittlungen laufen. Hoffen wir, dass die Ergebnisse am Ende auch korrekt und vollständig bekannt gegeben werden. Denn nur wenn Ross und Reiter genannt werden, kann sich an der Lage etwas ändern.

Am Montag, dem 3. August, versammelten sich rund 200 Bürger spontan auf dem Obermarkt zu einer Mahnwache. Unternehmer standen neben Pensionären, Arbeitnehmer neben Angestellten, Jugendliche neben Stadträten. Menschen unterschiedlicher politischer Richtungen kamen zusammen, um gemeinsam ein Zeichen für die Sicherheit in unserer Stadt zu setzen. Nach einer Schweigeminute machten die Teilnehmer deutlich, dass Gewalt und solche Vorkommnisse in Freiberg keinen Platz haben dürfen.

Freiberg soll eine friedliche Stadt sein!

Jeder Bürger muss sich an jedem Ort und zu jeder Zeit sicher durch seine Stadt bewegen können. Das war der Tenor dieser spontanen Zusammenkunft.

Ein Dank gilt den zahlreichen Polizeikräften, die diese friedliche Mahnwache abgesichert haben.

Leider war niemand von den Stadtverantwortlichen anwesend. Im besten Falle wissen sie nicht, was in ihrer Stadt vor sich geht. Im schlimmsten Fall drehen sie sich lieber weg. Dafür fehlen mir schlicht die Worte.

Auch Redakteure der Systempresse oder gar des ÖRR haben mit ihrer Abwesenheit geglänzt oder sind zumindest nicht in Erscheinung getreten.

Man stelle sich vor, drei Klimakleber hätten vor dem „Otto“ den Weltuntergang propagiert. Der Obermarkt wäre vermutlich binnen kürzester Zeit von zahlreichen Medienvertretern bevölkert gewesen. Schon am Dienstag wären in den Systemgazetten seitenweise deren Ideologien breitgetreten worden. Sondersendungen, Brennpunkte, Interviews und Spezialwetterberichte wären durch den Staatsfunk geflackert.

Aber wenn ein junger Mensch zu Schaden kommt – und dazu noch ein deutscher Staatsbürger ist –, scheint das nicht dieselbe Aufmerksamkeit wert zu sein.

Die Presse, hieß es einmal, „ist die vierte Gewalt im Staate“. Ja, das sollte sie sein! Denn kämen die Medien in einem demokratischen Staat dieser Aufgabe nach, würden sich die Machthaber alle Mühe geben, das Land gut zu regieren.

Leider haben die althergebrachten Medien in Deutschland aus meiner Sicht völlig versagt. Ihre Berichterstattung ist zur reinen Propagandamaschine linksstaatlicher Ideologien verkommen. Berichte und Meinungen werden nach Gutdünken und ohne jede journalistische Sorgfalt vermischt.

Journalismus geht anders!

Die Krönung sind die sogenannten „Öffentlich-Rechtlichen“. Der Bürger muss für deren Programm sogar noch zwangsweise bezahlen – unabhängig davon, ob er sich in deren „Programmen“ meinungsmäßig wiederfindet.

Der ÖRR gehört abgeschafft oder mindestens grundlegend reformiert.

Was bleibt, ist die Forderung an die Politik: In unserem Land darf es keine Angstzonen für die Bürger geben. Jeder Bürger muss sich frei und friedlich an jedem Ort und zu jeder Stunde in unserer Heimat bewegen können.

Und auch die Medien haben einen klaren Auftrag: Sie müssen endlich ihrer Verantwortung gerecht werden. Noch besser ist es, wenn die Bürger sich zunehmend selbst informieren und dabei auch alternative Medien nutzen. Diese kommen ohne staatliche Zuwendungen aus und berichten oftmals neutraler und journalistisch sauberer.

Zum Schluss bleibt nur ein Wunsch: Möge unsere Heimat, unser Land und unsere Stadt in Zukunft von solchen Gewalttaten verschont bleiben.

 

Über den Autor

Jens Uhlemann
Jens Uhlemann © Privat 2026

Ich bin Jens Uhlemann, Jahrgang 1961, verheiratet, ein Sohn, Unternehmer seit 1997, Kommunalpolitiker seit 2004

Auch wenn es immer vorwärts geht, sollten wir den Rückspiegel im Blick haben. Ein Leben lang bin ich meinem Heimatort Niederbobritzsch treu geblieben.

Neben meinen kommunalpolitischen Bemühungen bin ich in einigen gemeinnützigen Vereinen aktiv. Auch das Freiberger Forum durfte ich mitgründen.

Die Menschen in unserer Region sind ehrlich, bodenständig und verlässlich. Dies zu erhalten und zu fördern, ist eines meiner Ziele. Dabei sollten wir die Achtung vor der Lebensleistung unserer Ahnen nicht aus den Augen verlieren.

Damit sich die Einwohner unserer Region unabhängig, aktuell und ehrlich informieren können, gilt es jetzt einen Teil der Kraft in unsere neue Bürgerzeitung FORUM AKTUELL zu investieren.

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