Zur Debatte gestellt: Meinungen und Kontroverses

Blick nach Chemnitz: Windräder ohne Ende?

Kolumne von Bob Polzer

Windkraftanlagen mit Sonnenuntergang
KI generiert

Windenergieanlagen, im Volksmund schlicht Windräder genannt, bestimmen zunehmend unsere Landschaften. Landschaften, welche der sichtbare Inbegriff von Heimat sind, wandeln sich schleichend, aber scheinbar unaufhaltsam in eine Industrielandschaft, welche den Blick nicht mehr ruhen lässt und die mit unsichtbarem, teilweise unhörbarem Gebrumm auch die innere Ruhe raubt.

Da die Regierung auf Bundes- und Landesebene allmählich ein deutlich vernehmbares Grummeln der Bevölkerung wahrnimmt, versucht man den Aufwuchs von Windrädern zu steuern und zu ordnen, indem man Regionalpläne Wind erarbeiten lässt, welche die unsinnigen Flächenziele für den Ausbau der Windkraft in verträgliche Standorte kanalisieren sollen. Die Planung ist in vollem Gange, müssen doch bis Ende 2027 in Sachsen 1,3 % der Landesfläche als Windenergiegebiete ausgewiesen sein, 2032 sind es dann 2,0 %.

Der regionale Planungsverband Chemnitz, zu welchem neben der Stadt Chemnitz u. a. auch der Landkreis Mittelsachsen gehört, hat seinen Teilregionalplan Wind bereits in die Öffentlichkeitsbeteiligung gegeben.

Und obwohl Chemnitz in der Vergangenheit nur ein kleines Testfeld für Windräder beherbergte, soll nun auch hier in den Stadtrandbereichen kräftig zugelegt werden. In der Sitzung des Chemnitzer Stadtrates am 9. September 2026 war über eine Stellungnahme der Stadt zu diesem Plan zu entscheiden.

Immerhin setzte sich die Stellungnahme der Stadt kritisch mit ihren Standorten auseinander. Allein aus diesem Grund ließ die AfD-Ratsfraktion die Stellungnahme passieren, indem sie sich der Stimme enthielt. Dies wurde von Teilen der Fundamentalopposition kritisiert, welche alles ablehnen möchte, was mit dem Energiewende-Teufelszeug zu tun hat. Aber wer Realpolitik betreiben will, muss sich die sachlichen Gegebenheiten genauer anschauen. Und so muss man feststellen, dass eine Stellungnahme, welche kritische Töne anschlägt, besser ist als gar keine Stellungnahme, zumal hier auch nichts zu entscheiden ist. Auch der regionale Planungsverband ist nicht frei in seiner Planung, er ist sozusagen gezwungen, an den gesetzlichen Vorgaben entlang eine Planung durchzuführen, egal, ob das von den Mitgliedern gewollt ist oder nicht.

Der grundlegende Fehler liegt ja woanders. Der Bundesgesetzgeber ist, ausgehend vom bestellten „Klimaurteil“ des hinter die Fichte geführten Bundesverfassungsgerichtes über das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“, in der Folge somit das „Windenergieflächenbedarfsgesetz“ und ähnlichen Unfug, unter dem Einfluss der grünen Weltuntergangssekte falsch abgebogen, sodass nun die Länderparlamente und die Kommunen das Theater ausbaden müssen, ohne wirklich etwas dagegen tun zu können. Nun entsteht bei den mit der Umsetzung beauftragten Regionalplanungsverbänden ein Hauen und Stechen, ungeliebte Anlagenstandorte abzulehnen. Die Bürger vor Ort laufen Sturm gegen geplante Festsetzungen und reiben sich teilweise auf, im Bemühen, irgendeinen wichtigen Grund zur Verhinderung von Windkraftstandorten zu finden. Solange jedoch nicht ein grundsätzlicher Politikwechsel stattfindet, werden alle Bestrebungen, den Windmüllern in die Rotoren zu greifen, fehlschlagen. Solange mit dem Totschlagargument der „Nationalen Sicherheit“ jeglicher vernünftige Einwand und selbst urgrüne Belange unter den Fuß gestampft werden können, ist jeglicher Widerstand letztendlich zum Scheitern verurteilt.

Dass hingegen der exzessive Ausbau der Windkraft mitverantwortlich für den Klimawandel ist, also Teil des Problems und nicht die Lösung, pfeifen mittlerweile die Spatzen von den Dächern. Nur geforscht werden darf darüber nur wenig und Ergebnisse werden relativiert. Bis eben wurde in den öffentlich-rechtlichen Medien behauptet, Dürreauswirkungen durch Windkraft seien eine Desinformation von Klimaleugnern. Nun berichtete aber sogar RTL-Nord am 05. September 2026 über eine Studie des Helmholtz-Zentrums in Geesthacht.

Diese kommt zu der Schlussfolgerung, dass der geplante Ausbau der Offshore-Windparks in der Nordsee einen Niederschlagsrückgang von 8–10 Prozent in Schleswig-Holstein bewirken wird. Und es geht ja an Land munter weiter. Zusätzlich werden noch riesige Flächen in Deutschland, also derzeit reichlich die Hälfte des Bundeslandes Berlin, mit schwarzen Platten belegt und hinterher wundern sich manche, dass es trockener und wärmer wird.

Die Konsequenz bisher: mehr vom Falschen, koste es, was es wolle.

Und das eben Beschriebene ist nur ein kleiner Ausschnitt von Problemen, welche die sogenannten „Erneuerbaren Energien“ verursachen.

Was bleibt zu schlussfolgern?

Es wird den großen Befreiungsschlag nicht geben. Zumindest nicht sofort. Die Bemühungen, Windkraftanlagen in jedem Einzelfall zu bekämpfen, müssen weiter unterstützt werden. Die Lobbyinteressen der Windmüller und ihrer Helfershelfer müssen schonungslos offengelegt werden. Es muss ein gesellschaftliches Klima der Ächtung geschaffen werden und hier befinden wir uns auf einem guten Weg.

Schlussendlich darf nicht vergessen werden, dass nur ein grundlegender Politikwechsel, welcher vom Bund und den Ländern ausgehen muss, einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung des Windradwahnsinns leisten kann.

Packen wir‘s an!

 

Über den Autor

Bob Polzer © Privat 2026

Wir konnten Bob Polzer als Volkskorrespondent gewinnen. Er ist Stadtrat für die AfD in Chemnitz. Er versorgt uns regelmäßig mit dem Blick nach Chemnitz.

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