Zur Debatte gestellt: Meinungen und Kontroverses

„Grüner Strom“

von Jens Uhlemann

Klimarettung, zuverlässige Energieversorgung oder doch nur heiße Luft?

Drei Windkraftanlagen
Foto: Jens Uhlemann (2026)

„Sonne und Wind schicken keine Rechnung“ so und so ähnlich klingen die Werbeslogans der „Windradelverkäufer“. Bei genauem Hinsehen und auf der Rechnung der Stromkunden sieht es ganz anders aus. Mit jeder zusätzlich installierten Megawattstunde in Form von Windrädern und Solarfeldern steigt der deutsche Strompreis überproportional. Die Solarfelder betrachten wir ein anderes Mal. Hier geht es erst einmal um viel Wind. Für die verbauten Materialien in Windanlagen werden durchaus hohe Rechnungen verschickt. Hinzu kommt, dass viele der verbauten Rohstoffe in unserem Land nicht verfügbar sind. Für die Windmonster braucht es dann noch riesige Fundamente, die tief in die Erde getrieben werden und somit vielerorts in die Grundwasserzirkulation eingreifen. Dies ist unserer Natur und der Umwelt ganz sicher nicht zuträglich. Die verbauten Materialien sind zudem nicht gerade umweltfreundlich. Für die Rotorblätter wird Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) verwendet. Bis zum heutigen Tag gibt es keine Entsorgungskonzepte für diese Materialien. Die Rotoren sind mit einer Beschichtung überzogen, die per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) enthalten (Quelle: Energieatlas Bayern). PFAS sind sogenannte Ewigkeitschemikalien, die sich nicht abbauen und in hoher Dosis gesundheitsgefährdend sind. In Deutschland werden Untersuchungen dazu nicht wirklich vorangetrieben. Die Beschichtung der Rotorblätter wird durch Abrieb in Hauptwindrichtung um die Windindustrieanlage verteilt. So gelangen PFAS über das Grundwasser, landwirtschaftliche Produkte und das Wild in unsere Nahrungskette. Wer zahlt die Rechnung dafür?

Weiterhin erzeugen Windanlagen durch die Rotation Infraschall. Dieser breitet sich in einem gewissen Umfang um die Windkraftanlagen aus. Es gibt bereits Untersuchungen, dass sich Infraschall nachteilig auf unsere Gesundheitsowie die Tier- und Pflanzenwelt auswirken kann. Wieder eine Rechnung, die bezahlt werden will?

Weiterhin müssen wir in Betracht ziehen, dass die Stromversorgung mit Wind und Sonne ohne zusätzliche Speicherleistung überhaupt nicht funktioniert. Es werden also Batteriespeicher gebraucht, die wiederum einen großen Flächenbedarf benötigen und ebenfalls aus teuren umweltschädlichen Materialien gebaut werden. Was ist mit dieser Rechnung?

Studien haben ergeben, dass Windmühlen in modernen Größen und großer Vielzahl einen ganz erheblichen Einfluss auf Windgeschwindigkeiten und somit die Regenverteilung in Deutschland haben. Die ostdeutschen Regionen sind wegen der sommerlichen Hauptwindrichtung aus dem Westen besonders von dieser neuen Trockenheit betroffen. Wie hoch ist die Wasserrechnung? Unsere Heimat rund um Freiberg ist das Erzgebirgsvorland. Diese Landschaft ist Tourismusgebiet, und Naherholungszentrum zugleich. Wer möchte und kann sich in einem Windindustriegebiet erholen? Ist die Rechnung für eine zerstörte Heimat überhaupt bezahlbar? Nein, denn Sonne und Wind sollen keine Rechnung schicken. Diese Aussage ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Die Rechnung der sogenannten Energiewende und sogar deren „grüner Fußabdruck“ werden vermutlich wesentlich höher ausfallen, als die der Gas- und Kohlekraftwerke samt Tagebaubetriebe. Diese Kraftwerke müssen als Reserve für die nicht immer zur Verfügung stehenden „erneuerbaren Energien“ erhalten werden. Bezahlen werden es die Bürger.

Aber es gibt doch den „menschgemachten Klimawandel“. Eine Vielzahl von Fachwissenschaftlern schätzt den Einfluss der Menschen auf das Klima als gering ein. Trotz allem sollten wir sparsam mit unseren natürlichen Ressourcen umgehen. Jeder für Windmühlen gefällte Baum, jeder für Solarfelder missbrauchte Quadratmeter Natur schadet unserer Umwelt.

Über den Autor

Jens Uhlemann
Jens Uhlemann © Privat 2026

Ich bin Jens Uhlemann, Jahrgang 1961, verheiratet, ein Sohn, Unternehmer seit 1997, Kommunalpolitiker seit 2004

Auch wenn es immer vorwärts geht, sollten wir den Rückspiegel im Blick haben. Ein Leben lang bin ich meinem Heimatort Niederbobritzsch treu geblieben.

Neben meinen kommunalpolitischen Bemühungen bin ich in einigen gemeinnützigen Vereinen aktiv. Auch das Freiberger Forum durfte ich mitgründen.

Die Menschen in unserer Region sind ehrlich, bodenständig und verlässlich. Dies zu erhalten und zu fördern, ist eines meiner Ziele. Dabei sollten wir die Achtung vor der Lebensleistung unserer Ahnen nicht aus den Augen verlieren.

Damit sich die Einwohner unserer Region unabhängig, aktuell und ehrlich informieren können, gilt es jetzt einen Teil der Kraft in unsere neue Bürgerzeitung FORUM AKTUELL zu investieren.

Weitere Artikel des Autors …

zurück …