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Zur Debatte gestellt: Meinungen und Kontroverses -
Kommentar: Demut statt Pride
Kommentar von: Jonas Krahl
Unter dem Motto „Farbe bekennen - das Patriachat muss brennen!“ fand in Freiberg der 3. CSD statt. Neben vielen anderen Bannern und Flaggen war vor allem ein Symbol am häufigsten vertreten: die Regenbogenflagge. Schaut man sich die Bewegung an, ist es aber mittlerweile schwer zu sagen, für was diese Flagge eigentlich stehen soll. Wertschätzung von sexuellen Orientierungen? Die Rettung des Klimas? Offene Grenzen im Sinne von „No borders - No nations? Oder doch für die Antifa? Mittlerweile gibt es zudem viele verschiedene Ausführungen der Flagge, welche sich in Aufbau und Anzahl der Farben unterscheiden.
Es wird deutlich, dass die Regenbogenflagge vor allem Verwirrung auf vielen Ebenen ausdrückt. Vielleicht lohnt sich deshalb ein Blick auf die ursprüngliche Bedeutung des Regenbogens, von dem sich die Flaggen ableiten.
Dieser führt in das 1. Buch der Bibel. Dort wird eine Welt geschildert, die von Bosheit und moralischem Verfall geprägt ist. Als Konsequenz schickte Gott eine Flut, durch welche die Menschheit vernichtet werden sollte. Nur mit dem gottesfürchtigen Noah, der von Gott den Auftrag erhielt, ein großes Rettungsschiff für seine Familie und die Tiere zu bauen, folgte ein Neuanfang. Im 9. Kapitel heißt es:
Weiter sagte Gott: „Ich schließe diesen Bund mit euch und mit allen Lebewesen bei euch. Er gilt für alle künftigen Generationen. Und dies ist das Zeichen, das an den Bund erinnern soll: Ich setze meinen Bogen in die Wolken. Er soll das Zeichen sein für den Bund zwischen mir und der Erde. […] Wenn ich [den Bogen] sehe, denke ich an den ewigen Bund Gottes mit allen Lebewesen – mit allem, was auf der Erde lebt.“ (1. Mose 9, 12-16)
Der Regenbogen ist also ein Zeichen der Treue Gottes. Er erinnert daran, dass er sein Versprechen hält.
Heute wird er inflationär als Pride (Stolz) -Symbol benutz. Der Philosoph Dr. Sebastian Ostritsch beschreibt diese Umdeutung der woken Bewegung als „propagandistisches Meisterstück“, da sie das Symbol für gläubige Christen nur noch schwer nutzbar gemacht haben. Zugleich wirft er die Frage auf, ob sich dieser Bedeutungswandel nicht auch wieder umkehren lasse und macht einen Vorschlag, wie das Symbol mitten im Kulturkampf verwendet werden könnte. Kirchen könnten demnach während des Pride-Monats den richtigen Regenbogen mit seinem sieben Farben hissen und ihn durch die Aufschrift „Demut“ ergänzen. Farblich wäre der Unterschied nicht wirklich offensichtlich, aber durch die Ersetzung von „Pride“ zu „Demut“ wäre klar, dass hier eine andere, neue Aussage dahintersteckt. Christen könnten dann diese „Demutsflagge“ öffentlich durch bedruckte Beutel und T-Shirts sichtbar machen und es als Widerstandszeichen gegen den Zeitgeist verwenden. Ostritsch betont aber, dass der Regenbogen dabei nicht lediglich als Gegenposition zu gesellschaftlichen Entwicklungen verstanden werden sollte, sondern wieder als eigenständiges öffentliches Zeichen für ein an Gott ausgerichtetes Leben (siehe HIER).
Beim Freiberger CSD war die Regenbogenfahne vor allem ein Zeichen des Stolzes und politischer Forderungen. Auch wenn die Aufmerksamkeit im kommerzorientierten Bereich schon deutlich zurückgegangen ist, wird uns die Flagge wohl noch eine Weile begleiten. Wir können uns aber immer wieder an die wahre Bedeutung des Regenbogens erinnern und wissen, dass Weisheit bei den Demütigen ist. Das bedeutet zum Beispiel konkret, dass man sich nicht so sehr darum kümmert, von anderen anerkannt und respektiert zu werden. Es geht dabei nicht um ein Minderwertigkeitsgefühl, sondern um realistisches Wissen darüber, wer man ist und auch, wer man nicht ist.
Bildeindrücke von der Veranstaltung: CSD Freiberg © Jonas Krahl, 2026
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Grüne Jugend auf CSD © Jonas Krahl, 2026 -
Queer und Antifa © Jonas Krahl, 2026 -
Anarchie-Flagge beim Freiberger CSD © Jonas Krahl, 2026 -
No Border No Nation bie CSD © Jonas Krahl, 2026 -
© Jonas Krahl, 2026 -
Queerfeminismus © Jonas Krahl, 2026 -
Freiberg bleibt Antifa © Jonas Krahl, 2026 -
Ansicht CSD © Jonas Krahl, 2026