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Verwaltungsstandort Freiberg - Landkreis entscheidet sich gegen den Freiberger Bahnhof

Bericht von Ivonne Grecksch

Verwaltungsstandort Freiberg - Landkreis entscheidet sich gegen den Freiberger Bahnhof

Freiberger Bahnhof und Berufsschule Bergstiftgasse 1
Gebäude Bergstiftsgasse mit Freiberg-Kolleg, Foto: Marko Winter

Von Ivonne Grecksch

Die Diskussion um das Standortkonzept des Landkreises nahm in der Kreistagssitzung am Mittwoch, dem 30. September, den längsten Zeitraum ein. In einem solchen Konzept geht es um die Gebäude und Orte, an denen die Verwaltung arbeitet und wo der Bürger seine Anliegen anbringen kann, welche meist auf gesetzlichen Pflichten beruhen. Nicht zuletzt geht es darum, welche Standorte aufgegeben werden. Sowohl in der Beschlussvorlage als auch in der Diskussion nahm Freiberg den größten Raum ein.

Der Landkreis Mittelsachsen hatte in den vergangenen Jahren Interesse an der Entwicklung des Freiberger Bahnhofs als Verwaltungsstandort gezeigt. Dabei ging es zum Beispiel um die Kfz-Zulassungsstelle. Diese liegt jetzt am Stadtrand, das Gebäude hat einen Sanierungsstau. Dazu gab es bereits einen Vorvertrag zur Anmietung. Allerdings favorisierte die den Kreisräten vorgelegte Beschlussvorlage die Berufsschule Bergstiftsgasse 1. Diese wird seit diesem Schuljahr nur noch vom Freiberg-Kolleg genutzt, wo Erwachsene ihr Abitur machen können. Mehrere Etagen stehen seit Kurzem leer. In der Argumentation des Landrats Sven Krüger beziehungsweise der ihm unterstellten Landkreisverwaltung werden günstigere Ausbaukosten genannt. Allerdings bleibt insbesondere die Schaffung von Parkmöglichkeiten unbestimmt.

Insbesondere Freiberger Kreisräte, viele von ihnen waren als Stadträte länger mit dem Thema befasst, hinterfragten die vorgelegten Zahlen beziehungsweise die gesamte Beschlussvorlage. Kreisrat Marko Winter bemängelte ungleiche beziehungsweise fehlende Informationen. Dieser als Ladungsmangel bezeichnete Einwand wurde zurückgewiesen. Fraktionsübergreifend wurde von vier Kreisräten, unter anderem von Kreisrätin Simone Raatz (SPD), ein Änderungsantrag eingebracht, um den Beschluss in die weitere Beratung zurückzuweisen. Es sollten vor allem „fehlende Kosten und unklare Daten“ ergänzt beziehungsweise die Digitalisierungseffekte stärker eingearbeitet werden. In ihrer teils emotionalen Vorstellung des Antrags erinnerte Kreisrätin Raatz den Landrat Krüger an seine Vergangenheit als Freiberger Oberbürgermeister und seine nun anscheinend vergessenen Visionen für den Bahnhof, speziell in seiner Wahlkampfzeit 2015. Die Befürworter des vorgelegten Beschlusses argumentierten, die Freiberger Stadträte sollten ihre örtlichen Befindlichkeiten zurückstellen. Auch der Freiberger Baubürgermeister Martin Seltmann kam zu Wort.

Nach intensiver Debatte wurde das Standortkonzept in der von Landrat Sven Krüger vorgelegten Form beschlossen. Damit soll die Berufsschule Bergstiftsgasse in den nächsten Jahren als Verwaltungsstandort im Sinne eines „Front-Office“ für die Bürger entwickelt werden.

Über die Redakteurin

Ivonne Grecksch
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Ich bin Ivonne Grecksch und Teil des Redaktionsteams von FORUM AKTUELL und schreibe über das Geschehen vor unserer Haustür.

Aufgewachsen im Zschopautal, hat mich mein Weg nach Großhartmannsdorf geführt. Beide Orte liegen im Erzgebirge und sind eng mit der Geschichte der Region und der alten Silberstraße verbunden. Ich bin gern unterwegs, liebe das Reisen und habe dabei vieles von der Welt gesehen. Dennoch zieht es mich immer wieder zurück in meine Heimat.

Mit offenen Augen durchs Leben zu gehen bedeutet für mich auch, nicht nur die schönen Seiten zu sehen, aber statt zu jammern, frage ich nach, packe an und berichte sachlich und nah an den Menschen, manchmal auch mit einem Augenzwinkern.

Das Schreiben begleitet mich seit meiner Jugend. Privat bin ich verheiratet, Mutter von zwei Söhnen und Oma.

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