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Ein dreifach Hoch dem Schützenkönig

von Andreas Schettler

Veranstaltungsbericht vom 52. Gahlenzer Schützenfest

Schützenkönig
Foto: Andreas Schettler (2026)

Gahlenz hat was! Hier scheint die Welt noch in Ordnung. Hier grüßt man sich. Hier wird angepackt.

Beachtlich, was seit 52 Jahren der Schützenverein auf die Beine stellt - Eintritt frei! Am Freitag schon ging es in der Festhalle hoch her. Mit dem Luftgewehr qualifizierten sich mit vier Ortsfremden die Hälfte der acht treffsichersten Schützen für das Königsschießen am Folgetag. Die Turngruppe des TSV um Kerstin Friedrich und Kathrin Metzler zeigte in der Festhalle ihr beachtliches Können im Bodenturnen mit Flick-Flack und Überschlag. Die Bewirtung war wie immer bestens organisiert und bot gute Qualität zu Tiefstpreisen. Pünktlich 13.00 Uhr war am Sonnabend der Regenschauer vorbei und das noch amtierende Königspaar Wildfeuer kam trockenen Fußes zur Kutsche, um in Begleitung der Gahlenzer Blasmusikanten die Dorfrunde, mit Ziel Sportplatz, zu drehen. Auch Gäste aus der Nachbarschaft z.B. aus Linda waren präsent. Das Jedermann-Schießen zu Beginn war ein Gaudi und die Preise nach einer guten Stunde abgeräumt. Auch das Wetter zeigte sich beim Start des Königsschießens von seiner besten Seite und schon bald hatte der Vogel in luftiger Höhe einige Blessuren. Dennoch dauerte es fast zweieinhalb Stunden, ehe der Gahlenzer Maximilian Brückner der finale Treffer gelang und der letzte Spahn, unter dem Aufschrei der vielen Besucher, zu Boden fiel. Dazu hatten die beiden „Spanner“ Heiko und Andreas rund 400 mal im Schweiße ihres Angesichts die Armbrust geladen. Am Abend wackelte in der Festhalle buchstäblich die Wand, als die Milkauer Schalmeien einzogen. Wir woll’n Spaß- ihr gebt Gas! Eine mitreißende Darbietung und die Halle johlte zum Schluss "Cordula Grün", bis dann im Anschluss die Fußballfans dann auch noch auf ihre Kosten kamen. Das Feuerwerk war wohl die Motivation für Deutschland, nach der ersten schwachen Halbzeit doch noch auf die Siegerstraße einzubiegen. Am Sonntag dann gab es zum Abschluss der drei tollen Tage das Königsfrühstück als Frühschoppen mit deutsch-tschechischer Blasmusik.

Was für ein Fest, was für ein Dorf, wo Gemeinschaft noch gelebt und Tradition gepflegt wird. Nichts ist unmöglich- Gahlenz!

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