Rund 4.200 Menschen, darunter auch eine Gruppe aus Freiberg, demonstrierten am Samstag beim „Marsch für das Leben“ in Berlin für den Schutz ungeborener Kinder und die Unterstützung von Frauen in Not. Abgesehen von vereinzelten linken Protesten verlief die von über 1.100 Einsatzkräften gesicherte Veranstaltung weitgehend störungsfrei.
Rund 80 Gäste, sechs Diskutanten, reichlich politischer Zündstoff und am Ende ein gemeinsames Steigerlied: Der erste Polit-Talk des Freiberger Forums war alles andere als ein politischer Kaffeeklatsch.
Der Freiberger Chemieprofessor Friedrich Seidenschnur baute maßgebliche Forschungsanlagen auf, verweigerte sich der Unterwerfung unter den Nationalsozialismus und wurde infolge von Intrigen sowie studentischer Anfeindungen 1935 vorzeitig aus dem Hochschuldienst gedrängt.