Zur Debatte gestellt: Meinungen und Kontroverses -
Spritpreisbremse ade
Kommentar von: Holger Reuter
Die zwei Monate Gnadenfrist, die uns die Obrigkeit beim Spritpreis gewährt hat, sind morgen vorbei. Wieso es gerade zwei Monate waren, hat keiner so richtig verstanden, denn die dafür ins Spiel gebrachte Gegenfinanzierung läuft ja auch weiter.
Sei es, wie es sei. Die Spritpreise steigen wieder und das bereits vor Auslaufen der Spritpreisbremse in erheblichem Maße. Gestern zahlte man für Benzin Super E5 noch 1,78 €, heute Morgen bereits 1,89 € und nach der Preisanpassung zum Nachmittag dann bereits 2,03 €.
Es dürfte sich bald wieder lohnen im Nachbarland zu tanken. Dort war der Spritpreis am Donnerstag voriger Woche bei 1,60 €. Wie immer ist man aber an unseren Tankstellen wieder schneller als die Politik.
Fakt ist, die Ursachen für die hohen Spritpreise sind noch nicht beseitigt, doch die Obrigkeit meint, nun sei es genug mit den milden Gaben. Soll doch das Volk wieder dafür bezahlen, dass im Nahen Osten ein Krieg initiiert wurde, auf den wir so gar keinen Einfluss haben. Eine Weltmacht führt Krieg und der Bürger bezahlt dafür an der Tankstelle, aber nicht nur dafür, sondern auch für die irrwitzige Idee das Weltklima in Deutschland zu retten.
Neben der Mineralölsteuer gibt es die Ökosteuer und auch noch die CO2-Abgabe. Geld, dass in den Bundeshaushalt fließt. Es wäre an der Zeit hier im Interesse unserer wirtschaftlichen Stabilität und auch im Interesse der steuerzahlenden Bürger wieder Vernunft einziehen zu lassen.
Über den Autor
Holger Reuter ist Jahrgang 1956; Schule (POS) in Berlin und Freiberg; Lehre in Karl-Marx-Stadt mit Abschluss als Nachrichtentechniker;
Grundwehrdienst (1,5 Jahre) bei der NVA; Studium in Leipzig mit Abschluss als Tiefbauingenieur: Anschließend in einem Ingenieurbüro und einem Bauunternehmen gearbeitet; 1984 zurück nach Freiberg; Arbeit im Hauptauftraggeber Komplexer Wohnungsbau; ab 1990 Tiefbauamtsleiter; danach Dezernent für Stadtentwicklung und Bauwesen; ab 2009 Bürgermeister für Bauwesen; seit 2024 Stadtrat.