Wir retten das Klima!

Kommentar von Holger Reuter

"Klimaschutz" Fotomontage Rabe, Windrad, Hochspannungsmast © Holger Reuter 2026
"Klimaschutz" © Holger Reuter 2026

Und das tun wir besonders gut in Freiberg! Denn auf unser Klimaschutzkonzept hat „die Welt“ schon lange gewartet! Diesen Eindruck konnte man durchaus in der Sitzung des Freiberger Stadtrates am 07.Mai dieses Jahres gewinnen.

Die Protagonisten des Klimakonzeptes retteten verbal die Welt.

Starkregen und Hitzeperioden sollen vermieden werden und CO2 aus der Umwelt verbannt. Die Wirtschaft braucht das Konzept und wartet sehnsüchtig darauf, verstiegen sich sogar einige Redner. Es wurde auch behauptet, das Konzept sei ein Standortvorteil.

Die Wirtschaft allerdings hat schon lange gehandelt. Sie kennt die geltenden Gesetze und die angestrebten Ziele. Würde die Wirtschaft darauf warten, dass der Stadtrat der Stadt Freiberg sein Klimakonzept verabschiedet, hätte sie schon längst den Anschluss an laufende Entwicklungen verpasst.

Die Teile der Wirtschaft, die diese Entwicklung nicht mitmachen wollen, gehen einfach. Sie investieren in fremden Ländern zum Schaden unserer Wirtschaftskraft und unseres Wohlstandes.

Beim Zuhören der Argumente kam einem mitunter unwillkürlich der Gedanke an vergangenes Bildungsbemühen unserer früheren Lehrer in den Sinn.

Hatten sie nicht versucht uns den Lauf der Natur über die Fotosynthese im Biologieunterricht nahe zu bringen? Sollten wir daher nicht wissen, dass CO2 ein höchst wichtiges Gas in unserer Atmosphäre und verantwortlich für das Wachsen und Gedeihen des Grüngürtels der Erde ist?

Haben wir vergessen was wir im Geographieunterricht zur erdgeschichtlichen Entwicklung geleert bekamen, dass zum Beispiel Klimawandel ein ständiger Begleiter der erdgeschichtlichen Entwicklung ist?

Beim Zuhören der Argumentierfreudigen überkam einen manchmal das ungute Gefühl, sie mögen bitte noch so viel CO2 übrig lassen, dass die Pflanzen überleben, denn sonst wäre es ja auch um uns geschehen.

Wir sollten Maß und Mitte waren.

Maßnahmen zu Energieeinsparungen ja, Gängelung der Bürger für fragwürdige Ziele nein.

Der wissenschaftlich technische Fortschritt sollte auch weiter unser Maßstab bleiben. Ihm Verdanken wir Freiheit und Wohlstand. Wenn wir uns wieder darauf besinnen, werden wir ohne Verbote auskommen und Freiheit und Wohlstand erhalten können.

Über den Autor

Holger Reuter
Holger Reuter © Privat 2022

Holger Reuter ist Jahrgang 1956; Schule (POS) in Berlin und Freiberg; Lehre in Karl-Marx-Stadt mit Abschluss als Nachrichtentechniker;

Grundwehrdienst (1,5 Jahre) bei der NVA; Studium in Leipzig mit Abschluss als Tiefbauingenieur: Anschließend in einem Ingenieurbüro und einem Bauunternehmen gearbeitet; 1984 zurück nach Freiberg; Arbeit im Hauptauftraggeber Komplexer Wohnungsbau; ab 1990 Tiefbauamtsleiter; danach Dezernent für Stadtentwicklung und Bauwesen; ab 2009 Bürgermeister für Bauwesen; seit 2024 Stadtrat.

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