Freiberg: Klimaschutzkonzept wird fortgesetzt

von: Marko Winter

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Grafik KI generiert, bearbeitet © M. Winter

Der Freiberger Stadtrat hat am 7. Mai 2026 beschlossen, die Arbeit am Klimaschutzkonzept fortzuführen. Für die Weiterentwicklung sind Kosten von rund 10.000 Euro veranschlagt. Ein erster Entwurf, der bereits ca. 47.000 Euro gekostet hatte, war im April 2024 noch am Stadtrat gescheitert.

Das von einem Leipziger Büro erstellte Konzept sieht verschiedene Handlungsfelder vor, darunter Mobilität, Konsum und Verwaltung. Dabei sind teils deutliche Eingriffe in den Alltag der Freiberger vorgesehen: Angedacht wurden etwa die Verknappung von Parkflächen sowie weitgehende Tempo-30-Beschränkungen. Auch das Thema Ernährung spielt eine Rolle – so sollen künftig „überwiegend vegetarische und vegane Speisen“ in Kantinen oder auf dem Bergstadtfest angeboten werden. Neuen Unternehmen, welche sich ansiedeln wollen, sollen Vorgaben zur "Klimaneutralität" gemacht werden können. Zudem forderte das Konzept einen weiteren Personalaufbau in der Stadtverwaltung.

Die Verwaltung selbst hatte jedoch im Vorfeld vorgeschlagen, kritische Punkte wie den zusätzlichen Personalbedarf bei der weiteren Ausarbeitung nochmals zu hinterfragen.
Der Beschluss zur Fortführung fiel nach einer intensiven Debatte mit überwiegender Mehrheit. Während die Befürworter die Bedeutung von Klimaschutz und CO2-Vermeidung hervorhoben und das Konzept sogar als künftigen Standortvorteil bezeichneten, äußerten die Kritiker deutliche Vorbehalte. Sie hinterfragten die starke Fokussierung auf CO2 und warnten vor finanziellen Belastungen für Bürger und Wirtschaft durch steigende Energiepreise.

Getragen wurde der Beschluss von den Fraktionen der CDU, der Freien Wähler, der Linken, der Grünen, der SPD und der Wählervereinigung „Freiberg für Alle“ (FfA). Die Gegenstimmen kamen im Wesentlichen von der AfD und den „Bürgern für Freiberg“ (BfF). Das umstrittene Thema wird die Stadt auch weiterhin beschäftigen.

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