Alibiveranstaltung Raumordnungsplan Wind (ROPW) oder … wie verscheißert man das Volk?
von: Jens Uhlemann
Die Informationsveranstaltung des Planungsverbandes Region Chemnitz zum ROPW in Freiberg hat aufgezeigt, wie es um „unsere Demokratie“ bestellt ist. Den Menschen wird eine Bürgerbeteiligung vorgegaukelt, die es so einfach nicht gibt. Es steht fest: Zwei Prozent der Landfläche des Freistaates Sachsen werden mit Windmühlen zugepflastert, ob es uns passt, oder nicht.
Noch schlimmer, wenn die Bürger nicht spuren, können es auch ganz schnell elf Prozent sein. Mit dem Plan wird die Pest mit der Cholera bekämpft. Die Menschen haben die Wahl, oder eben nicht. Auf Lebensräume von Menschen, Tieren und Pflanzen wird keine Rücksicht genommen. Klimafanatiker, die früher mal Umweltschützer waren, die gierigen Windindustrieplanungsfirmen und -betreiber mit ihren sächsischen Oberlobbyisten, haben sich zu einem schier unüberwindbaren Bollwerk für ihre Interessen zusammengetan. Da spielen Kollateralschäden in Natur, Landschaft und Wirtschaft nur eine untergeordnete Rolle.
Profit ist alles! Zuerst werden Landeigentümer mit viel Geld gelockt, ihren Grund und Boden für diesen Frevel zu verpachten. Danach plant und errichtet man diese Monster. Schlussendlich wird abkassiert. Wer auf dem Schrott und den mit Mikroplastik verseuchten Böden sitzen bleibt, steht in den Sternen. Als erstes sind es die Landeigentümer, oder deren Nachkommen. Gehen die daran Pleite, kommen die Kommunen ins Spiel.
Mit anderen Worten: Mächtige Gewinne sind privatisiert, spätere höchste Verluste werden sozialisiert. Profit ist alles! Was bleibt? Für alle Deutschen ist es eine der teuersten Stromrechnungen der Welt. Was in einer gesunden Marktwirtschaft nicht möglich wäre, ist in der Bundesplanwirtschaft Alltag. Die Windmühlen stehen und die Betreiber kassieren Geld für diesen Stillstand. Die Überproduktion aus Wind und Solar wird bezahlt vom Ausland abgenommen. Nein, wir bekommen kein Geld für den exportierten Strom, wir zahlen dafür. Noch einmal zum Verständnis. Die Stromkunden zahlen auf der einen Seite für nicht produzierten Strom an die Windmühlenbetreiber und auf der anderen ans Ausland für exportierten, überschüssigen Strom. Profit ist alles! Wer wird für diese Misswirtschaft, die Vernichtung unserer Lebensräume je zur Verantwortung gezogen? Hier kann man nur für die Planungsverbände und Genehmigungsbehörden hoffen, dass sie nicht mal als die „Mauerschützen“ für die Politiker und Lobbyisten herhalten müssen.
In der BRD wurde die untergegangene Ostzone unter diesem Motto aufgearbeitet. Die Befehlsempfänger wurden verurteilt. Sicher hätten sie damals auch vorbeischießen und heute bürgerfreundlich planen können. Die Befehlsgeber ließ man bis auf wenige Ausnahmen laufen. Warum? Profit war auch damals alles! Zum Schluss: Dies ist keine Kapitalismuskritik. In einer kapitalistischen, sozialen Marktwirtschaft würde der günstigste Anbieter mit der besten Technik den Strom liefern. Hier liefert der den Strom, der besonders nahe an der ideologisch geprägten Doktrin operiert. Profit ist eben alles!
WEITERLESEN: Bericht zur Veranstaltung: Raumordnungsplan Wind (ROPW):
Windindustrieplan für MittelsachsenÜber den Autor
Ich bin Jens Uhlemann, Jahrgang 1961, verheiratet, ein Sohn, Unternehmer seit 1997, Kommunalpolitiker seit 2004
Auch wenn es immer vorwärts geht, sollten wir den Rückspiegel im Blick haben. Ein Leben lang bin ich meinem Heimatort Niederbobritzsch treu geblieben.
Neben meinen kommunalpolitischen Bemühungen bin ich in einigen gemeinnützigen Vereinen aktiv. Auch das Freiberger Forum durfte ich mitgründen.
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