Raumordnungsplan Wind (ROPW) - Windindustrieplan für Mittelsachsen
von: Jens Uhlemann
Bericht über Informationsveranstaltung
Am 11. Mai 2026 fand im Speisesaal des BSZ „Julius Weisbach“ in Freiberg die Informationsveranstaltung des Planungsverbandes Region Chemnitz zum ROPW in unserer Region statt. Gut 250 Bürger hatten sich dazu eingefunden. Bereits eine Stunde vor Beginn bekundeten viele von ihnen vor dem Veranstaltungsort ihren Unmut über die Windausbaupläne der Bundesregierung.
Die Informationsveranstaltung selbst wurde vom Chefplaner des Verbandes, Sebastian Kropop, durchgeführt. Er erläuterte sachlich, wie die Planung zustande gekommen ist und wie das öffentliche Beteiligungsverfahren abläuft. Aus seinen Ausführungen ging hervor, dass es laut den gesetzlichen Vorgaben der Regierung nur wenige Ausschlusskriterien für die Windindustrie gibt. So ist es grundsätzlich möglich, Windindustrieanlagen im Wald und in Naturschutzgebieten zu planen. Auch darf für die Planung keine Höhenbegrenzung der Windräder festgeschrieben werden, da diese sonst rechtlich ungültig wäre.
Ging man in Sachsen vormals von einem Mindestabstand zu Siedlungen von 1000 Metern aus, so hat der Planungsverband diese Distanz auf 600 Meter reduziert. Herr Kropop stellte klar, dass die Einrichtung nicht die Aufgabe hat, Unverträglichkeiten der Anlagen zu prüfen. Es gibt ausschließlich die Vorgabe, bis zum Jahr 2032 zwei Prozent der Gesamtfläche des Planungsverbandes für Windindustrieanlagen auszuweisen. Tun sich an einer Stelle entscheidende Ausschlusskriterien auf, muss die fehlende Fläche an anderer Stelle hinzugeplant werden.
Der größte Teil der Teilnehmer war im Nachhinein sehr betroffen, denn es stellte sich heraus, dass ihre Mitwirkungsmöglichkeiten äußerst begrenzt sind. Der Bürgerwille scheint hier nicht zu zählen. Bürgernähe sieht anders aus. Dennoch sollten so viele Menschen wie möglich das Beteiligungsverfahren nutzen – schon allein, damit niemand auf den Gedanken kommt, es gäbe kein Interesse daran, was mit unserer Heimat geschieht.
Das Verfahren läuft vom 4. Mai bis zum 6. Juni. Es wurde zudem darauf verwiesen, dass die Bürger die grundlegende Richtung in Sachen Energiepolitik und die Problematik der Windindustrie letztlich nur an den Wahlurnen ändern können. Die Ampelregierung hat die Weichen auf Wildwuchs gestellt, und die aktuelle Regierung aus CDU und SPD bleibt diesem Kurs trotz anderslautender Wahlversprechen der CDU treu. Nur die AfD bietet ein anderes, umweltverträglicheres Energiekonzept für Deutschland an.
Über den Autor
Ich bin Jens Uhlemann, Jahrgang 1961, verheiratet, ein Sohn, Unternehmer seit 1997, Kommunalpolitiker seit 2004
Auch wenn es immer vorwärts geht, sollten wir den Rückspiegel im Blick haben. Ein Leben lang bin ich meinem Heimatort Niederbobritzsch treu geblieben.
Neben meinen kommunalpolitischen Bemühungen bin ich in einigen gemeinnützigen Vereinen aktiv. Auch das Freiberger Forum durfte ich mitgründen.
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