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Sicherheit statt Knöllchen – ein Bericht zur Freiberger Mahnwache
von: Jens Uhlemann
Am Montag um 18 Uhr, genau eine Woche nach der Mahnwache für das Opfer der Messergewalt in der Meißner Gasse, trafen sich wiederum circa 50 Bürger auf dem Obermarkt am „Otto“. Nach der Anmeldung einer Spontandemonstration hielt Jenny Kremer eine kurze Rede. Anfänglich machte sie deutlich, dass keine Parteifahnen und Symbole erwünscht seien. Die Teilnehmer hielten sich daran.
Das Hauptthema ihrer Rede war die überbordende Kriminalität und die mangelnde Sicherheit für die Bürger. Sie bezog sich dabei auf die jüngsten Ereignisse in der Meißner Gasse, bei denen ein Jugendlicher schwer verletzt wurde. Aber auch die vielen Papier- und Leichtstofftonnenbrände in der letzten Zeit thematisierte sie. Dabei erwähnte die Rednerin noch nicht einmal die zahlreichen Sachbeschädigungen in Form von Schmierereien, vor allem in der Bahnhofsvorstadt. Frau Kremer erinnerte an die Gründung des Freiberger Ordnungsdienstes nach 2015. Mit diesen zusätzlichen Mitarbeitern sollte bereits damals die Sicherheit erhöht werden. Dies sei jedoch nicht gelungen. Man habe den Eindruck, dass es nur darum gehe, mehr „Knöllchen“ zu verteilen. Aus diesem Grunde war eine Forderung der Rednerin, dass die Bürgerpolizisten an besonders kritischen Orten, wie zum Beispiel in der Meißner Gasse, zu den wahrscheinlich gefährlichsten Zeiten zum Streifendienst herangezogen werden. Es sei nicht die Aufgabe der Einwohner, für Sicherheit zu sorgen, betonte sie. Das ist der Auftrag des Staates und auch der Stadt. Die Bürger bezahlen schließlich auch viele Steuern dafür. Außerdem liegt das Gewaltmonopol ausschließlich in der Hand des Staates – und das ist auch gut so.
Über den Autor
Ich bin Jens Uhlemann, Jahrgang 1961, verheiratet, ein Sohn, Unternehmer seit 1997, Kommunalpolitiker seit 2004
Auch wenn es immer vorwärts geht, sollten wir den Rückspiegel im Blick haben. Ein Leben lang bin ich meinem Heimatort Niederbobritzsch treu geblieben.
Neben meinen kommunalpolitischen Bemühungen bin ich in einigen gemeinnützigen Vereinen aktiv. Auch das Freiberger Forum durfte ich mitgründen.
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