Politischer Wandel von unten – warum die AfD in unserer Region immer stärker wird

Wolfgang Lippmann

© Wolfgang Lippmann,privat

Die politischen Mehrheiten in Deutschland verschieben sich – und das nicht zuerst in Berlin, sondern in den Regionen. Mittelsachsen zeigt besonders deutlich, wohin sich die politische Entwicklung bewegt.

Immer mehr Bürger entscheiden sich bei Wahlen für die Alternative für Deutschland. Dahinter steht ein wachsender Wunsch nach politischer Veränderung: nach mehr wirtschaftlicher Vernunft, nach stärkerer demokratischer Mitbestimmung und nach einer Politik, die sich wieder an den Interessen der Bürger orientiert.

Ein Blick auf die Wahlergebnisse der vergangenen Jahre verdeutlicht diese Entwicklung. Bei ihrer ersten Bundestagswahl 2013 verfehlte die AfD mit 4,7 Prozent noch knapp den Einzug in den Bundestag. Vier Jahre später gelang dieser mit 12,6 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2025 erreichte die Partei schließlich rund 20 Prozent der Stimmen bundesweit.

Im Freistaat Sachsen fällt die Zustimmung traditionell deutlich stärker aus. Bei der Landtagswahl 2019 erhielt die AfD rund 27 Prozent der Stimmen und gehört seitdem zu den prägenden politischen Kräften im Land.

Besonders deutlich wird diese Entwicklung im Landkreis Mittelsachsen. Bei der Kreistagswahl 2024 wurde die AfD mit über 30 Prozent stärkste Kraft im Kreistag. Bei der Bundestagswahl 2025 lag sie im Wahlkreis Mittelsachsen mit mehr als 40 Prozent der Zweitstimmen klar vor allen anderen Parteien.

In einzelnen Gemeinden sind die Ergebnisse sogar noch höher. In Rechenberg-Bienenmühle erreicht die AfD bei überregionalen Wahlen regelmäßig Werte von über 40 Prozent. Gerade im ländlichen Raum wünschen sich viele Bürger eine Politik, die ihre Lebenswirklichkeit ernst nimmt und Entscheidungen wieder stärker vor Ort verankert.

In Gesprächen mit Bürgern im Landkreis höre ich immer wieder einen ähnlichen Satz: „Wir wollen eine Politik, die unsere Probleme vor Ort ernst nimmt.“ Diese Erwartung richtet sich nicht nur an einzelne Parteien, sondern an die Politik insgesamt.

Aus meiner Sicht als Kreisrat im Kreistag Mittelsachsen bestätigt sich dabei eine zentrale Erfahrung: Politik muss wieder stärker von unten gedacht werden. Gemeinden und Regionen bilden das Fundament unseres Landes. Wenn dort Vertrauen entsteht, verändert sich langfristig auch das politische Kräfteverhältnis insgesamt.

Der politische Wandel entsteht daher nicht in politischen Programmen allein – er wächst aus der Unterstützung der Bürger in unseren Städten und Gemeinden.

Wolfgang Lippmann
Kreisrat im Kreistag Mittelsachsen
Sprecher der Regionalgruppe Ost der AfD Mittelsachsen
Unternehmer für Wassertechnik

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