Thema verfehlt – Kritik am FP-Artikel über Mathilda Huss

Offener Leserbrief von Uwe Petersen an die FP

Portraitfoto des Autors
© Uwe Petersen 2026

Erfreut habe ich als Mitglied des Vereins Freiberger Forum e.V. registriert, dass unsere Veranstaltung mit Mathilda Huss auch vom Platzhirsch der regionalen Zeitungen, der Freien Presse (FP), wahrgenommen wurde. Zum Vortrag der Biologin Dr. Mathilda Huss und ihrem durchaus streitbaren Thema zur genetischen Präposition war auch Ihr Journalist Oliver Hach zu Gast. In der anschließenden Fragerunde meldete er sich zu Wort. Die Frage selbst überraschte dann allerdings, denn sie bezog sich nicht auf das Thema des Vortrages, sondern eher auf die Aktivitäten von Frau Huss in Bezug auf das von ihr erworbene Schloss Reinsberg. Wenn das Interesse des Journalisten der FP eher an dieser Aktivität besteht, wäre es meiner Meinung nach sinnvoller gewesen dazu einen direkten Interviewtermin mit Frau Huss zu vereinbaren. Aber sei`s drum, bei unseren Veranstaltungen herrscht Rede- und Meinungsfreiheit. Was Herr Hach allerdings dann in seinem Beitrag schreibt, hatte leider kaum Bezug zu genanntem Vortrag. Die Überschrift Gastgeberin des Potsdamer Treffens – Correctiv-Geschichte stört Pläne für Schloss Reinsberg suggeriert, dass dies ein Teil des Vortrages gewesen wäre. Frau Huss hatte aber lediglich auf seine, nicht auf den Vortrag bezogene, Frage geantwortet. In seinem Beitrag wird wieder die bereits rechtlich widerlegte Lügengeschichte von „Correctiv“ aufgewärmt, dass in dieser Zusammenkunft ein Masterplan zur Massendeportation diskutiert worden sei. Das Landgericht Berlin II hatte „Correctiv“ diese Aussage explizit verboten, da es sich hier um eine [Zitat] „falsche Tatsachenbehauptung“ handelte. Damit berichtet der Artikel der Freien Presse nicht über den Kern der Veranstaltung. Schlimmer noch, es wird abermals die kürzlich juristisch festgestellte Falschbehauptung gebetsmühlenartig bemüht. Dass der damit in Gang gebrachte mediale Sturm der Entrüstung gegen Frau Huss, der jetzt zu den Verzögerungen beim Projekt Schloss Reinsberg führte, gegenstandslos war, wird mit keinem Wort erwähnt. Stattdessen ergeht man sich genüsslich in den dadurch für Frau Huss entstandenen Problemen. Leider bestätigt die FP damit wieder den Eindruck, dass hier ein vorgefertigtes Narrativ transportiert werden sollte. Es wird interessant sein, ob die FP ihren Leserauftrag, unvoreingenommen und objektiv zu informieren, ernst nimmt und diese Meinung veröffentlicht.

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