Medienvielfalt statt Meinungsmonopol

von Claudia Weinmann-Söding

Medienvielfalt statt Meinungsmonopol oder „Warum brauchen wir eine alternative Freie Presse“

Eins vorweg – ich zähle keinesfalls zu den klassischen Zeitungslesern, welche früh morgens ungeduldig zum Briefkasten rennen, um zu schauen, ob die neueste Ausgabe der Freien Presse schon den Weg in selbigen gefunden hat, damit man bei der ersten Tasse Kaffee bereits ausführlich lesen kann, welche redaktionell sorgfältig vorformulierte Haltung heute im gesamten Verbreitungsgebiet gilt!

Nein, ich zähle auch nicht zu den Abonnenten deren Anzahl glücklicherweise stetig schwindet, die sich täglich erklären lassen, was „die Menschen hier“ angeblich denken, fühlen und selbstverständlich gutheißen – wohltemperiert im moralisch makellosen, zeitgeistkonformen Ton, der so geschickt daherkommt, dass man fast vergisst, dass hier weniger informiert als vielmehr instruiert wird. Ein beachtlicher Rundum-Service: Meinung frei Haus, inklusive dem beruhigenden Gefühl, es sei die eigene.

Jedoch drängelt sich hin und wieder der eine oder andere Artikel aus diesem Schmierblatt in mein Blickfeld und da ich unter visuellem Lesedrang leide, konsumiere ich natürlich den Beitrag – ganz gleich von welcher Qualität dessen Inhalt ist.

Was dem geneigten Leser da, in der Regel kostenpflichtig, als unabhängiger Journalismus offeriert wird, ist meist jenseits von Glaubwürdigkeit und Objektivität.

Als Beispiele dafür möchte ich nur den OB-Wahlkampf und die Debatte um das Autokennzeichen „FG“ nennen…

Deshalb brauchen wir eine alternative Presse. Eine Informationsquelle, die zusätzliche Perspektiven liefert, investigativ recherchiert und da hinschaut, wo andere die Augen verschließen. Eine alternative Zeitung, welche neue Debatten anstößt und bei der es einen engen Dialog zwischen Redaktion und Bevölkerung gibt.

Deshalb brauchen wir – Forum Aktuell!

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